Stellst du dich ans Ruder, solltest du wissen wie du die Orientierung behältst
Stellst du dich ans Ruder, solltest du wissen wie du die Orientierung behältst  Wie du deinem Unternehmens-Leitbild folgst und fokussiert bleibst

Als Solo-Unternehmen brauchst du einen Leuchtturm. Oder einen Kompass. Zumindest einen Wegweiser. Ein Plan wäre auch nicht schlecht.

Damit meine ich keinen Businessplan, sondern ein Konzept für deine unternehmerische Existenz, an dem du dich orientieren kannst, damit du nicht im täglichen „Gefecht“ deinen Weg verlierst.

Die Orientierung zu verlieren kann schneller geschehen als du es dir vorstellst.

Vielleicht hast du es sogar schon am eigenen Leib gespürt, wie dir deine Ziele aus dem Blickfeld gerutscht sind, weil das Tagesgeschäft dich nicht mehr zum Durchatmen kommen ließ.

Oder was noch schlimmer ist: Du hattest zwar eine Vision, wie dein Unternehmen sich entwickeln soll, aber irgendwie, irgendwann hast du die falsche Abzweigung genommen und jetzt stehst du im Wald … den du vor lauter Bäumen auch gar nicht mehr siehst. Oder so ;)

Mir ging es so 2004, im ersten Jahr meiner Selbständigkeit. Ich hatte (rückblickend betrachtet) nur eine vage Vorstellung was ich eigentlich genau machen wollte. Damit ging die Kundengewinnung nur schleppend. Wie soll man auch etwas verkaufen, von dem man gar nicht im Detail weiß was es ist.

Was war der Effekt?

Ich nahm was ich kriegen konnte. Orientierte mich an der Nachfrage, anstelle meinem eigenen Leitstrahl zu folgen. Und nach einigen Monaten stellte ich fest, dass ich nichts machte, was mir wirklich Spaß gemacht hätte.

So hatte ich dann 2005 zwar keine rosige Auftragslage, aber ziemlich genau herausgefunden was ich NICHT machen wollte.

Damit konnte ich meinen Fokus schärfen für ein passenderes Angebot.

Ich nahm mir vor weniger die willkürlich auftretende Nachfrage befriedigen, sondern gezielt nach Kunden suchen, die das wollten und brauchten, was ich anzubieten bereit war.

Wenn du jetzt denkst, damit wäre für die Zukunft alles glatt gelaufen, bist du allerdings auf dem Holzweg.

Denn Menschen ändern sich, Interessen verlagern sich und der Markt bleibt sowieso nur kurzzeitig gleich. Gerade in den letzten 10 Jahren hat sich die Dynamik bei Kommunikation, Information, Kaufverhalten und Bedarf permanent geändert.

Mein Haupttätigkeitsfeld, das Training zur Persönlichkeitsentwicklung, fiel der Wirtschaftskrise 2008 zum Opfer und ich war gezwungen mich umzuorientieren. Ich hatte zwar aus den Anfangsjahren dazugelernt, aber immer wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten gerät, bleibt die Vision leicht auf der Strecke.

Wenn du beginnst zu rotieren siehst du nur noch verschwommen.

Du verlierst die Klarheit, die du brauchst um gute Entscheidungen zu treffen. So sprang ich im Quadrat und griff nach jeder Rettungsleine, die sich anbot. Zwar machte ich was ich gut kann und gerne mache, aber es war bei weitem keine geplante, gezielte Strategie. Ich bewegte mich ohne Kompass. Ich verfolgte kein konkretes Ziel. Mir fehlte ein innerer Leitfaden zur Orientierung.

Es war stressig. Es war beängstigend. Es war nicht schön… und schon gar nicht erfolgreich.

Aber es gab zu tun. Es gab Weiterempfehlungen und treue Kunden. Und so strampelte ich halt weiter – bis mir die Energie ausging. Denn wenn du nicht wirklich mit ganzem Herzen dabei bist, ist alles doppelt anstrengend. Dann geht irgendwann gar nichts mehr.

Das war der Zeitpunkt die Reißleine zu ziehen und einmal alles auf Stopp zu stellen. Ich habe mich hingesetzt und bin in mich gegangen. Habe mir selbstkritische Fragen gestellt

Lies den ganzen Artikel über das Erarbeiten eines Unternehmens-Leitbilds.

Kontakt: Claudia Salloker | Beratung & Schulung für Gründer & Solo-Unternehmen
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

1190 Wien
+43 6991 194 20 294
(Mo-Do 10-19 Uhr)

Netzwerk-Mitglieder